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Frag einen Dermatologen: Was ist der Unterschied zwischen Pickeln und Akne?

Frag einen Dermatologen
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Dr. Sarah Bechstein

Mitbegründerin von FORMEL SKIN

In diesem Artikel

FAQs

  • Kann man Pickel haben, ohne Akne zu haben?

    Ja, das ist völlig normal. Einzelne, sporadische Pickel kommen bei fast allen Menschen vor und sind keine Akne. Ein oder zwei Pickel alle paar Wochen, zum Beispiel durch Stress, Zyklus oder ein neues Produkt, gelten medizinisch nicht als Akne. Von Akne spricht man erst, wenn mehrere Hautläsionen regelmäßig über längere Zeit auftreten.

  • Ab wie vielen Pickeln spricht man von Akne?

    Nicht die Zahl allein, sondern die Regelmäßigkeit der Pickel ist entscheidend. Akne liegt vor, wenn Pickel oder Mitesser über Wochen bis Monate wiederkehren. Dermatologische Leitlinien nennen als Orientierung mindestens 10-20 Mitesser oder 10-15 entzündliche Läsionen über längere Zeit. Wenn ständig neue Pickel entstehen, ist das wichtiger als die exakte Anzahl.

  • Ist hormonelle Akne dasselbe wie normale Akne?

    Ja, hormonelle Akne ist eine Form der Akne. Sie gehört zur Acne vulgaris, wird aber primär durch Hormone ausgelöst. Typisch sind Pickel am Kinn und entlang der Kieferlinie, oft zyklisch vor der Periode. Betroffen sind häufig Frauen ab Mitte 20. Die Behandlung unterscheidet sich teilweise (z.B. Spironolacton, Pille).

  • Kann Akne wieder zu gelegentlichen Pickeln werden?

    Ja, mit der passenden Behandlung ist das gut möglich. Akne ist zwar eine chronische Hauterkrankung, lässt sich aber langfristig sehr gut kontrollieren. 

    Viele Betroffene erreichen durch eine konsequente, individuell angepasste Therapie einen stabilen Hautzustand. In diesem Stadium treten entweder gar keine neuen Läsionen auf oder nur noch selten einzelne Pickel, etwa in Stressphasen oder rund um den Zyklus. Ziel der Aknebehandlung ist, die chronische Entzündung zu stoppen und die Haut wieder in einen Normalzustand zu bringen.

  • Brauche ich bei milden Pickeln schon einen Hautarzt?

    In den meisten Fällen nein, denn gelegentliche, milde Pickel lassen sich oft gut ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen. 

    Eine sanfte Basispflege und punktuelle, rezeptfreie Wirkstoffe reichen häufig aus. Werden die Pickel jedoch regelmäßiger, treten kaum noch pickelfreie Phasen auf oder hinterlassen sie Flecken, ist eine dermatologische Einschätzung sinnvoll. Eine frühzeitige Behandlung kann verhindern, dass sich daraus Akne oder Narben entwickeln.

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